„Wortgetüm des Jahres“: Zwei-Faktor-Authentifizierung

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Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist das „Wortgetüm des Jahres“ – und zugleich eine wichtige Maßnahme für mehr Sicherheit im digitalen Alltag.
Auf dem Bild ist der Umriss eines Mannes zu sehen, dessen persönliche Daten gestohlen wurden. Persönliche Daten sind in diesem Fall die Passwörter, Informationen aus E-Mails und des Ausweises.

© CSBW

Anlässlich des Weltalphabetisierungstags hat eine Jury den Begriff Zwei-Faktor-Authentifizierung zum „Wortgetüm des Jahres“ gewählt. Das Auswahlkomitee bestand dabei aus Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz. Mit 27 Buchstaben und neun Silben sei der Begriff nicht nur lang, sondern auch durch Fremdwörter und seinen fachsprachlichen Charakter schwer verständlich. Die Auszeichnung soll darauf aufmerksam machen, dass komplizierte Begriffe den Zugang zu digitalen Angeboten erschweren können.

Zweiter Nachweis für Anmeldung

Hinter dem sperrigen Begriff steckt ein einfaches und wichtiges Sicherheitsprinzip: Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung reicht das Passwort allein nicht aus. Für die Anmeldung werden zwei unterschiedliche Nachweise verlangt – beispielsweise ein Passwort und ein Code aus einer Authentifizierungs-App, eine TAN oder ein Sicherheitsschlüssel.

Das macht einen entscheidenden Unterschied: Selbst wenn ein Passwort in die Hände von Cyberkriminellen gelangt, können diese sich in der Regel nicht ohne Weiteres anmelden, wenn zusätzlich ein zweiter Faktor erforderlich ist.

Mehr Sicherheit mit zwei Faktoren

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung – kurz 2FA – sollte deshalb überall aktiviert werden, wo sie angeboten wird. Besonders wichtig ist dies bei Konten, über die sich weitere Informationen oder Dienste erreichen lassen, etwa bei E-Mail-, Cloud- oder Administrationskonten.

Für Organisationen gilt: Die Einführung einer zusätzlichen Anmeldeabsicherung sollte möglichst einfach und verständlich gestaltet werden. Klare Anleitungen und eine verständliche Sprache helfen dabei, Sicherheitsmaßnahmen nicht als zusätzliche Hürde, sondern als selbstverständlichen Bestandteil des digitalen Alltags zu etablieren.

Kurz gesagt: Der Begriff mag kompliziert sein – das Prinzip dahinter ist einfach und der zusätzliche Schutz ist es wert.

CSBW-Factsheet

Oft gefragt: Authentifizierung oder Authentisierung?

  • Authentifizierung beschreibt den Prozess der Identitätsprüfung aus Sicht des Systems. Das System überprüft, ob die verwendeten Anmeldedaten gültig sind. Es authentifiziert die Nutzerin oder den Nutzer.

    Synonym verwendet wird oftmals der Begriff der Authentisierung. Die Begriffe beschreiben allerdings verschiedene Teilprozesse der Identitätsprüfung.

  • Authentisierung beschreibt den Prozess der Identitätsprüfung aus Sicht des Nutzenden. Eine Person authentisiert sich an einem System mittels eindeutiger Anmeldeinformationen, wie z. B. einem Passwort oder einer Chipkarte. 

    Synonym verwendet wird oftmals der Begriff der Authentifizierung. Die Begriffe beschreiben allerdings verschiedene Teilprozesse der Identitätsprüfung.