Wenn persönliche Daten abfließen: Auf was Betroffene achten sollten
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Ob beim Shopping, beim Buchen einer Reise oder bei der Nutzung von digitalen Diensten: Bei der Registrierung auf Onlineplattformen geben Sie persönliche Informationen preis. Heikel wird es, wenn es bei der genutzten Plattform zu einem Sicherheitsvorfall kommt und diese Daten abfließen. In den Händen von Kriminellen können die Daten dann für gezieltes Phishing und Betrug genutzt werden.
Welches Szenario könnte sein?
Für den bevorstehenden Urlaub buchen Sie eine Unterkunft über eine Online-Plattform. Dafür geben Sie Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum für die Verifikation Ihrer Person an sowie Kontoinformationen für die notwendige Abbuchung. Die Buchung wird bestätigt und ist abgeschlossen. Nach einiger Zeit bekommen Sie eine E-Mail, einen Anruf oder eine SMS zu Ihrer Buchung. Die Angaben, die Ihr Gegenüber macht, klingen plausibel, denn sie passen zu Ihrer einstigen Buchung. Der Absender bittet Sie, eine weitere Zahlung zu leisten, denn die Kosten für die Buchung hätten sich in der Zwischenzeit aus zwingenden Gründen erhöht. Sollten Sie diese nicht begleichen, werde Ihre Buchung ersatzlos storniert. Für die Zahlung wird Ihnen eine externe Plattform genannt, auf dieser sollen Sie für die weitere Abwicklung Ihre Kreditkartendaten eingeben und den offenen Betrag begleichen.
Was ist passiert?
Auf der genutzten Online-Plattform gab es einen Sicherheitsvorfall, bei dem sensible Kundendaten abgeflossen sind. Diese missbrauchen die Kriminellen im Anschluss, um die Nutzenden zu kontaktieren und zu unrechtmäßigen Zahlungen zu bewegen. Außerdem versuchen sie, in diesem Zug weitere sensible Daten zu erlangen, die sie für andere kriminelle Machenschaften nutzten können. Aufgrund der erbeuteten persönlichen Daten können die Kriminellen ihr Opfer gezielt kontaktieren und sich auf die tatsächlich gebuchte Dienstleistung beziehen.
Was sollten Betroffene tun?
Betroffene, die eine verdächtige Nachricht in Verbindung mit einer Buchung oder einem Kauf erhalten, sollten nicht vorschnell reagieren – vor allem, wenn sie Links auf externe Websites folgen oder vertrauliche Angaben wie Konto- und Kreditkarteninformationen oder Zugangsdaten machen sollen.
- Erkundigen Sie sich beim Kundenservice der genutzten Plattform. Fragen Sie nach, ob die Korrespondenz echt ist.
- Sollte ein Sicherheitsvorfall bereits bekannt sein, folgen Sie den Sicherheitsempfehlungen.
- Behalten Sie das hinterlegte Konto im Blick und melden Sie auffällige Abbuchungen Ihrer Bank.