Die Landesbehörde für Cybersicherheit in Baden-Württemberg

Kritische Infrastruktur im Visier

- Warnmeldung

Bereits seit Jahren dauert eine Angriffskampagne an, die sich gegen die kritische Infrastruktur richtet. Die Angreifenden änderten inzwischen ihre Vorgehensweise. Sicherheitsforschende veröffentlichten Kompromittierungsindikatoren, mit denen Betreibende prüfen können, ob ihre Systeme betroffen sind.
Fahne vor Gebäude des Landesamts für Verfassungsschutz

© LfV Baden-Württemberg

Erkenntnisse der Amazon Threat Intelligence

Bislang verschafften sich Angreifende Zugang zu den Opfersystemen über bekannte Schwachstellen. Nach neueren Erkenntnissen der Amazon Threat Intelligence werden nun fehlerhafte Konfigurationen für den Zugriff ausgenutzt. Die Ziele haben sich jedoch anscheinend nicht geändert: Zugangsdaten auslesen und diese für weitere Zwecke missbrauchen sowie sich im Opfer-Netzwerk fortbewegen.

Die Amazon Threat Intelligence vermutet hinter den Angriffen die Gruppierung Sandworm (Alternativnamen: APT44, Seashell Blizzard). Sie wird dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeordnet. Die konkreten Angriffsziele lägen in Europa und Nordamerika. Die aktuelle Angriffskampagne reiche bis ins Jahr 2021 zurück.

Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg (LfV BW) weist in seinem Webauftritt auf die Erkenntnisse der Amazon Threat Intelligence hin und verweist auf ihren ausführlichen Bericht (siehe Links unten).

Empfehlungen

Beachten Sie Empfehlungen der Amazon Threat Intelligence. Insbesondere sollten Betreibende von Einrichtungen der kritischen Infrastruktur mit den Kompromittierungsindikatoren (IoC: Indicator of Compromise) prüfen, ob ihre IT-Systeme betroffen sind. Die IoCs können aber grundsätzlich von jeder Einrichtung genutzt werden.